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Klosterneuburg
stift-klosterneuburg.jpg, 13 kB Stift Klosterneuburg wurde 1114 von Markgraf Leopold III. (der Heilige) von Babenberg gegründet.
Der älteste Teil der Anlage wurde bereits vor Leopold errichtet und war Teil eines Wohnturms. Man findet hier auch die Überreste der 1222 geweihten Capella Speciosa, die das älteste gotische Bauwerk Österreichs ist.

Ab 1730 sollte hier die größte barocke Klosteranlage des Landes entstehen, Kaiser Karl VI. wünschte eine Einheit von Kloster und Kaiserpalast, sein Vorbild war der Escorial bei Madrid. Als das ehrgeizige Projekt zehn Jahre später nach dem Tod Karls VI. eingestellt wurde, war lediglich etwas mehr als ein Achtel des Bauvorhabens verwirklicht worden, darunter auch der imposante Marmorsaal und die prachtvoll eingerichteten Kaiserzimmer, die man heute besichtigen kann. Ein Teil der geplanten Anlage wurde 1842 durch den Architekten Joseph Kornhäusel vollendet.

Der kostbarste Besitz des Stifts und eines der bedeutendsten Kunstwerke des Mittelalters ist der Verduner Altar, der nach dem Künstler Nikolaus von Verdun benannt wurde.

Das Kloster verfügt über ein einzigartiges Stiftsmuseum, das Hauptwerke der Malerei, der Skulptur und des Kunsthandwerks vom Mittelalter bis zur Moderne umfasst. Die kostbarsten Exponate sind der Babenberger Stammbaum und die Werke von Rueland Frueauf dem Jüngeren.
Der Babenberger Stammbaum wurde 1485, nach der Heiligsprechung Leopolds III., in Auftrag gegeben. Im Mittelteil sieht man die männlichen Familienmitglieder, auf den Seitenflügeln die Porträts der Ehefrauen und Töchter.
Im Stiftsmuseum befindet sich fast das gesamte Werk von Rueland Frueauf d. J., darunter die Tafel „Die Sauhatz“, die als älteste realistische Landschaftsdarstellung in der österreichischen Malerei gilt.

Dauer: Halbtag (ca. 4 Stunden)
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